Wincor Nixdorf AG - Virtualisierung |
|
Wincor Nixdorf beugt dem Wildwuchs virtueller Maschinen konzeptionell vor"Virtuelle Maschinen sind wie ein Sack Flöhe", sagt Jürgen Diercks, verantwortlicher Teamleiter bei der Wincor Nixdorf AG. Er ist bei der internen IT zuständig für 20 ESX Server und über 10 Terabyte Speicherkapazität, die in einem Virtualisierungskonzept integriert sind. „Seit zwei Jahren wächst unser Serverpark in einer virtualisierten Umgebung. In der Anfangsphase haben wir neue Server je nach Anforderung eingerichtet. Die Virtualisierung verleitet dazu, beliebig viele Server nach Gusto bereit zu stellen. In wenigen Augenblicken steht ein neuer Server zur Verfügung“, berichtet Herr Diercks. Damit die eingerichteten, jedoch nicht länger verwendeten Server nicht permanent bestehen bleiben, ist ein gezieltes Management der Virtualisierungsumgebung gefragt. Zu dieser Einsicht gelangte Wincor Nixdorf sehr bald und wandte sich zwecks einer gemeinsamen Strategieausarbeitung an die Janz IT AG. Hierbei wurde das Ziel verfolgt, die Investitionen in einen weiteren Ausbau der Hardwareinfrastruktur durch einen konsequenten Virtualisierungseinsatz so gering wie nötig zu halten. HintergrundDie Zusammenarbeit der beiden Unternehmen begann vor einigen Jahren, als Wincor Nixdorf sich einem typischen Problem stellen musste: Das Unternehmen wuchs schneller als die notwendigen Anpassungen der IT-Infrastruktur im Rechenzentrum erfolgen konnten. Für die 9.400 Mitarbeiter sowie die Blue-Chip Kunden von Wincor Nixdorf lief praktisch jede Applikation auf einem eigenen Server. Das Rechenzentrum war mit Rechnern voll gestellt. Da die Serverleistung stärker stieg, als die Leistungsanforderungen der eigentlichen Applikationen kam es zu einer immer geringeren Serverauslastung bei hohem Ressourcenverbrauch. Die Janz IT AG empfahl deshalb eine Optimierung der Serverauslastung durch Virtualisierung. Bei einer Testinitiative mit VMWare wurde zunächst ein Server mit zwei virtuellen Maschinen installiert, die mit unkritischen Applikationen liefen. Über neun Monate hinweg wurden Testläufe durchgeführt, die letztendlich dazu führten, dass Wincor Nixdorf ausreichend Vertrauen in die Umsetzung einer Virtualisierungsstrategie aufbauen konnte. Somit liefen zunächst sechs ESX Server als gewachsene virtuelle Umgebung. Im Jahr 2007 wurde aus der Testumgebung dann eine Produktivumgebung. Die technischen Consultants der Janz IT AG wurden für die Planung und Realisierung eines ganzheitlichen Virtualisierungskonzepts beauftragt, welches innerhalb weniger Monate vollständig umgesetzt werden konnte. Das Konzept umfasste die Bereitstellung der notwendigen Hardware und Datenspeichersysteme sowie die Übernahme der Netzwerkkonfiguration. Für einen reibungslosen Betrieb der insgesamt 20 ESX Server wurde mittels neuer Bladetechnologie eine einheitliche Infrastruktur geschaffen. LösungUm dem Wildwuchs virtueller Maschinen konzeptionell vorzubeugen, entwickelte die Janz IT AG für Wincor Nixdorf einen Maßnahmenkatalog. Für das Tagesgeschäft im RZ konnten daraus einige einfache Regeln abgeleitet werden:
NutzenWincor Nixdorf hält sich heute konsequent an die neuen Regeln zum Aufsetzen und Abschalten der virtuellen Server und nutzt die Steuerungsoptionen von VMware. "Konfigurationen können innerhalb kürzester Zeit bereit gestellt werden. Die Wertschöpfungskette von Wincor Nixdorf wird so durch ein solides Management der IT-Geschäftsprozesse effektiv unterstützt. Die Virtualisierung ermöglicht auch in Zukunft – richtig administriertes und flexibles Wachstum", freut sich Jürgen Diercks. Das UnternehmenDie MDAX notierte Wincor Nixdorf AG ist der führende europäische Hersteller von Geldautomaten, Kiosksystemen und Computerkassen, den so genannten POS-Terminals. Zum Produktspektrum gehören außerdem Anwendungsprogramme, Dienstleistung und IT-Consulting für Handelsunternehmen, Banken, Lotteriegesellschaften und Unternehmen aus verwandten Bereichen. Ebenso produziert Wincor Nixdorf Leergutautomaten für den Einzelhandel. |


