Serverkonzept: Zukunftsorientiert und wirtschaftlich

Bei einem international tätigen mittelständischen deutschen Unternehmen, welches ein Spezialist in der Funkaufklärung und Funküberwachung ist, wird Innovation groß geschrieben. Mit dem Anspruch, Technologieführer für Sensorik, digitale Signalanalyse sowie Auswertungs- und Steuerungssoftware zu sein, wurden tragfähige Lösungen gesucht und Investitionen mit Weitblick getätigt. Die Einführung einer Lösung der Janz IT AG, verstärkt durch eine der größten Linux-Serverfarmen mit HP Bladetechnologie, ist eine Entscheidung aus voller Überzeugung.

Zielsetzung

Um mit den eigenen Systemen jedes Funksignal, unabhängig vom Frequenzbereich und vom verwendeten Sendeverfahren, aufzuklären, wünschte das Unternehmen leistungsfähige Server mit hoher Packungsdichte, die unter Linux automatisch betankt werden können. Ein einheitliches Management, um die Verfügbarkeit und die Performance zu analysieren und eventuelle Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben, war eine weitere Anforderung an das neue System.

Lösung

Die Aufmerksamkeit der Entscheider im Unternehmen wurde relativ schnell auf eine Lösung der Firma Janz gelenkt: Grundlage dieser Lösung bilden 200 Hewlett-Packard Bladeserver, die vollautomatisch über Rapid-Deployment betankt werden können. Durch die automatische Verteilung von Softwareupdates können Betriebssysteme innerhalb von wenigen Minuten den Ansprüchen des Unternehmens angepasst werden.

Vorgehen

Für die DSP-Server-Farm wurden Performancetests absolviert. Als Ergebnis wurde ein Bedarf von knapp 200 Blade-Servern festgestellt. Um die großen Datenmengen der Blades zu speichern wurde ein Enterprise Virtual Array (EVA) von Hewlett-Packard eingesetzt. Für die Aufbereitung der ermittelten Daten hatte man sich für eines der stabilsten und zuverlässigsten Betriebssysteme entschieden: OpenVMS auf einem HP Integrity Server. Das komplette BladeSystem mit 400 CPUs hat ein Gesamtgewicht von 4 Tonnen, einen Stromverbrauch von 56.000 Watt und eine Wärmeentwicklung von 192.000 BTU/Stunde!
Zur Schaffung eines einheitlichen Managements wurde HP OpenView-Software eingesetzt. Entsprechend der Kundenanforderungen können im laufenden Projekt noch weitere Module zugefügt werden, wie z.B. Performance Monitor, Applikation Management etc. Um die Projektleiter, Techniker und Administratoren auf die neuen Server und Tools zu schulen wurden von der Janz IT AG verschiedene Kurse und Lehrgänge an den Systemen „Hands-On“ durchgeführt.

Nutzen

Nach Abschluss dieser Lehrgänge ist der Weltmarkführer nun in der Lage, alle 200 Server vollautomatisch über Rapid-Deployment zu betanken und somit neue Softwareupdates einzuspielen und Betriebssysteme innerhalb von wenigen Minuten zu ändern. Der ganze Ablauf kann Remote weltweit durchgeführt werden und somit sind teure und aufwendige Technikereinsätze vor Ort nicht mehr erforderlich. Kostenintensiver Rechenzentrumsplatz wird eingespart durch den geringen Formfaktor der Blades. Es können bis zu 80 x 2 Proz. Blades in einem 42 U Schrank untergebracht werden. Weitere Vorteile: Weniger Stromverbrauch gegenüber der klassischen Variante und Kabelreduzierung bis zu 96 Prozent.

Hintergrundinfo Signalanalysen

Für die Suche und Detektion von Signalen im relevanten Frequenzbereich mittels verschiedener Analysen, z.B. Sprachsignalanalyse, Momentanwert-Analyse, Decodierung etc. wird vom Unternehmen eine spezielle, leistungsfähige und individuell anpassbare Softwareapplikation unter Linux eingesetzt, genannt APC. APC wurde speziell zum Einsatz in komplexe Signalerfassungssysteme konzipiert und arbeitet als DSP-Server. APCs können zu so genannten DSP-Server-Farmen gebündelt werden, in denen bis zu 400 APCs parallel arbeiten können. Jeder DSP-Server bearbeitet ein 20 KHz breites Basisband, detektiert darin enthaltene Signale, ermittelt Signalcharakteristika und verarbeitet die Signale auftragsgemäß.

 
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