Klinikum Itzehoe: Storagevirtualisierung

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Das Klinikum Itzehoe ist eines der größten und modernsten Krankenhäuser in Schleswig-Holstein. Gerade im Falle einer Katastrophe, wie bei Stromausfall, Wassereinbruch oder auch Feuer, ist es auf ausfallsichere IT-Systeme angewiesen. Die Anforderungen der spezifischen Klinikprozesse an die Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur steigen, womit auch ein rasantes Datenwachstum verbunden ist. Somit war eine hochperformante und ausfallsichere Storagelösung gefordert. Gleichzeitig sollte der administrative Aufwand möglichst gering gehalten werden.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei der Einführung der elektronischen Patientenakte sowie eines neuen Krankenhausinformationssystems, galt es auch für dieses neue Szenario eine technisch- und betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösung zu finden.

Herausforderung

In gemeinsamen Gesprächen und ersten Konzeptvorschlägen kristallisierten sich schnell die Anforderungen des Klinikums an eine ausfallsichere Storageumgebung heraus:

  • Spiegelung des zentralen Storages HP EVA auf ein Zweit-system in einem getrennten Brandabschnitt
  • Hohe Skalierbarkeit der eingesetzten Storagesysteme
  • Ein zentrales Management anstelle von proprietären Lösungen
  • Automatisches und volltransparentes Storagefailover sowohl für physische als auch für virtuelle Server ohne Eingreifen der Administration
  • Möglichkeit konsistente Snapshots zu erstellen, insbesondere auch von virtuellen Maschinen (z.B. für die optimale Ausnutzung der Backupfenster oder als Testsysteme)
  • Vollständige Hersteller- und Produktunabhängigkeit
  • Bessere Planbarkeit von Migrationsszenarien (z.B. bei Neuanschaffung eines Storages, Storageleasing etc.)

Lösungszenario Storagevirtualisierung

Auf Basis der Vorschläge der Janz Experten erfolgte im Klinikum Itzehoe der Einsatz einer Storagevirtualisierungslösung aus dem Hause FalconStor, die den automatischen und volltransparenten Failover ermöglicht. Als zweites Storagesystem und Spiegel wurde eine HP EVA angeschafft und das bestehende Storage auf eine zusätzliche HP EVA erweitert. Fällt jetzt im Katastrophenfall ein Storagesystem aus, laufen alle Applikationen ohne Unterbrechung und ohne notwendiges Eingreifen weiter.
Der User bemerkt nicht einmal, dass es einen Storagefailover gab. Ergänzend wurde eine Robustkonfiguration der beiden Storagesysteme vorgenommen, was den Ausfall eines ganzen Plattenshelfs abfedern kann.

Nutzen für das Klinikum

  • Investitionsschutz, da sich beide Systeme problemlos skalieren lassen
  • Nur noch eine zentrale Oberfläche für Management und Überwachung
  • Es können Storagesysteme von unterschiedlichen Herstellern eingesetzt werden, da die Server ausschließlich über die Virtualisierungsschicht mit dem Storage kommunizieren. Das Storagesystem ist somit nicht direkt an den Servern sichtbar. So könnte z.B. auch ein Storagespiegel mit Systemen von HP und IBM im Mischbetrieb aufgesetzt werden.
  • Migrationsszenarienlassen sich leichter und besser planbar abbilden. Mit dem Einsatz der Storagevirtualisierungslösung können ganze Storagesysteme ohne Downtime auf ein neues System migriert werden. Dies funktioniert ebenfalls herstellerunabhängig.
  • Konsistente Snapshots können von dedizierten Systemen oder auch von virtuellen Maschinen erstellt werden. Die Snapshots der virtuellen Maschinen sind sofort lauffähig, da sowohl die eigentliche virtuelle Maschine, das hierauf laufende Betriebssystem, als auch die Applikation konsistent gefahren wurden. Auch dies geschieht ohne Unterbrechung der Systeme.
  • Eine finanziell deutlich attraktivere Lösung im Vergleich zu proprietären Produkten


"Das Storagevirtualisierungsprojekt ist einwandfrei abgelaufen. Um auch für die Zukunft gerüstet zu sein, planen wir die weitere Replizierung an einen entfernten Standort mittels Continous Data Protection (CDP). Damit lässt sich ein asynchroner Spiegel zum Beispiel über eine 2MBit DSL Leitung realisieren."
Thorsten Schütz, IT-Leiter im Klinikum Itzehoe

Unternehmen

Mit 631 Betten bei zehn Fachkliniken, einer HNO-Belegabteilung und ca. 1.480 Beschäftigten ist das Klinikum Itzehoe eines der größten Krankenhäuser in Schleswig-Holstein. Es versteht sich selbst als Medizinisches Zentrum für sein Einzugsgebiet und ist Mitglied im sog. 4K-Verbund.

www.kh-itzehoe.de